[Adherence of Antenatal Consultations by Midwives - A Quantitative Content Analysis].

Adhärenz von Hebammensprechstunden – eine quantitative Dokumentenanalyse.

Journal

Zeitschrift fur Geburtshilfe und Neonatologie
ISSN: 1439-1651
Titre abrégé: Z Geburtshilfe Neonatol
Pays: Germany
ID NLM: 9508901

Informations de publication

Date de publication:
Apr 2019
Historique:
pubmed: 14 2 2019
medline: 30 10 2019
entrez: 14 2 2019
Statut: ppublish

Résumé

Worldwide the use of medical interventions in childbirth is increasing, which holds true in Germany as well. In response, different approaches are being developed to enhance normal childbirth. Also, in Germany there is now an expert care standard to promote physiological childbirth, which mandates antenatal consultation conducted by midwives. The extent to which antenatal consultation based on this standard has been implemented and the degree of adherence (as intended by the developers) remain unclear. The aim of this study is to investigate who makes use of antenatal consultations, the topics and content of consultation documents and adherence to the antenatal consultation requirement in 2 hospitals. Criteria for analyzing consultation documents were derived based on the content of the care standard and using the Delphi method by 3 experts who had participated in developing the expert care standard. A content analysis of the documents (hospital 1: n=92; hospital 2: n=62) used in antenatal consultation based on criteria identified in the standard was conducted. Six criteria ("worries and anxieties," "agreements," "suggested topics," "all topics," "traceability of birth plan" and "options of birth plan") for analyzing consultation documents were identified. Especially primiparae women (77.2%) avail themselves of antenatal consultation. The variety of topics covered in antenatal consultation is broad. The documents in hospital 2 show high adherence to the standard to promote normal childbirth. The documents of hospital 1 show moderate adherence. The investigation of adherence helps to determine implementation success and to identify areas needing revision and their modification. Implementation processes require further research to explain the differences in adherence. Geburtshilfliche Interventionen nehmen weltweit zu, auch in Deutschland. Um deren Zahl zu reduzieren entstehen verschiedene Ansätze zur Förderung der normalen Geburt, so auch der deutsche „Expertinnenstandard Förderung der physiologischen Geburt“. Unter anderem wird darin eine Hebammensprechstunde gefordert. Inwieweit Hebammensprechstunden in Einrichtungen, die den Expertinnenstandard eingeführt haben, implementiert sind und ob sie in ihrer Ausgestaltung den Empfehlungen, so wie sie von den Entwicklerinnen intendiert waren (Adhärenz), folgen, ist bisher nicht bekannt. Ziel dieser Studie ist es, Analysemerkmale für die Hebammensprechstunde zu entwickeln, die Zielgruppe und Inhalte zu identifizieren und die Adhärenz zu untersuchen. Eine Delphi-Befragung zur Entwicklung von Analysemerkmalen mit 3 Entwicklerinnen und eine quantitative Dokumentenanalyse der Dokumente der Hebammensprechstunden zweier Krankenhäuser wurde durchgeführt (Krankenhaus 1: n=92; Krankenhaus 2: n=62). Sechs Merkmale (Dokumentation von „Sorgen und Ängste“, „Absprachen“, „Beratungsthemen“, „Themen, die besprochen wurden“, „Nachvollziehbarkeit der Möglichkeiten der Geburtsplanung“ und „Optionen der Geburtsplanung) wurden aus dem Expertinnenstandard identifiziert. Vor allem Erstgebärende (77,2%) nehmen die Hebammensprechstunde in Anspruch. Es zeigt sich ein breites Spektrum an Themen, die im Rahmen der Hebammensprechstunde angesprochen werden. Die Dokumente von Krankenhaus 2 belegen eine hohe Adhärenz, während die Dokumente von Krankenhaus 1 eine mittlere Adhärenz zeigen. Die Untersuchung der Adhärenz ermöglicht es Krankenhäusern, die Hebammensprechstunde auf ihre Umsetzung hin einzuschätzen. Auf Grundlage der hier vorgestellten Analyse können Anpassungen, z. B. an der Dokumentenstruktur oder den Beratungsinhalten vorgenommen werden. Im Kontext der Hebammensprechstunde besteht weiterer Forschungsbedarf zu den Implementierungsprozessen, um vorhandene Unterschiede in der Adhärenz besser zu erklären.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Geburtshilfliche Interventionen nehmen weltweit zu, auch in Deutschland. Um deren Zahl zu reduzieren entstehen verschiedene Ansätze zur Förderung der normalen Geburt, so auch der deutsche „Expertinnenstandard Förderung der physiologischen Geburt“. Unter anderem wird darin eine Hebammensprechstunde gefordert. Inwieweit Hebammensprechstunden in Einrichtungen, die den Expertinnenstandard eingeführt haben, implementiert sind und ob sie in ihrer Ausgestaltung den Empfehlungen, so wie sie von den Entwicklerinnen intendiert waren (Adhärenz), folgen, ist bisher nicht bekannt. Ziel dieser Studie ist es, Analysemerkmale für die Hebammensprechstunde zu entwickeln, die Zielgruppe und Inhalte zu identifizieren und die Adhärenz zu untersuchen.

Identifiants

pubmed: 30759485
doi: 10.1055/a-0754-2686
doi:

Types de publication

Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

99-108

Informations de copyright

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Anja Siegle (A)

Pflegewissenschaft, Department für Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke Witten.

Friederike Zu Sayn-Wittgenstein (FZ)

Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, kooperatives Forschungskolleg "FamiLe", Hochschule Osnabrück, Osnabrück.

Martina Roes (M)

Pflegewissenschaft, Department für Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke Witten.

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