[The situation of education in ENT-residency-training in Germany].

Die Weiterbildungssituation in der HNO-Heilkunde in Deutschland.
ENT residency training ENT resident Evaluation of residency training Otorhinolaryngology Residency training structure

Journal

HNO
ISSN: 1433-0458
Titre abrégé: HNO
Pays: Germany
ID NLM: 2985099R

Informations de publication

Date de publication:
Jul 2021
Historique:
pubmed: 5 3 2020
medline: 30 6 2021
entrez: 5 3 2020
Statut: ppublish

Résumé

As a starting point for developing concrete suggestions for optimizing specialty training in German ENT departments, the present study analysed the current status of residency training in order to identify weaknesses. Residents at German ENT departments were invited to participate in an online survey. The questionnaire comprised 78 individual questions. The questionnaire was answered by 223 ENT residents. Educational deficits such as a lack of regular feedback from supervisors, only moderately rated mediation of specialist competencies, capriciousness of the trainers in charge regarding the organisation of training, and time and personnel shortages were identified. Some of the mandatory recommendations of the specialty training regulations, including determination of concrete training goals during regular meetings or the use of a logbook, have only been implemented in limited cases. Demands for development of more external training opportunities (job shadowing/rotation) and an external objective review of the residency training (e.g., by a representative of the German Society of Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery, DGHNOKHC) in the sense of quality assurance are discussed. Implementation of structured and standardized ENT residency training in Germany, for which DGHNOKHC reviewal is also possible, can generate a basis for more effective compulsory residency training. HINTERGRUND: Als Ansatzpunkt zur Entwicklung konkreter Optimierungsvorschläge für das HNO-ärztliche Weiterbildungssystem wurde zunächst die Ausbildungssituation an deutschen HNO-Kliniken analysiert, um existierende Schwachstellen der Weiterbildung identifizieren zu können. HNO-Weiterbildungsassistenten an deutschen HNO-Kliniken wurden eingeladen, an einer Online-Befragung teilzunehmen. Der Fragebogen bestand dabei aus 78 Einzelfragen. An der Umfrage nahmen 223 Weiterbildungsassistenten der HNO-Heilkunde teil. Defizite der Ausbildung wie ein fehlendes regelmäßiges Feedback zwischen Weiterbildungsberechtigten und Weiterbildungsassistenten/-innen, eine nur mittelmäßig bewertete Vermittlung von Fachkompetenz sowie eine in den Freitextkommentaren genannte „Willkür“ der Weiterbildungsbeauftragten hinsichtlich der Gestaltung des Weiterbildungsverlaufs sowie Zeit- und Personalmangel treten in den Fokus unserer Auswertung. Einige der verbindlich aufgeführten Empfehlungen der Weiterbildungsordnung wie die Festlegung von konkreten Weiterbildungszielen im Rahmen eines regelmäßigen Gesprächs oder der Einsatz eines Log-Buchs werden bislang nur vereinzelt umgesetzt. Forderungen zum Ausbau von externen Fortbildungsmöglichkeiten (Hospitation/Rotation) und einer externen objektiven Überprüfung der klinikinternen Durchführung der Weiterbildung im Sinne einer Qualitätssicherung beispielsweise durch Fachvertreter der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie (DGHNOKHC) werden diskutiert. Die Umsetzung einer strukturierten und standardisierten Weiterbildung in Deutschland, welche im Sinne einer freiwilligen Eigeninitiative auch durch die DGHNOKHC in ihrer Umsetzung überprüft wird, kann eine Basis für eine effektivere verbindliche Weiterbildung schaffen.

Sections du résumé

BACKGROUND BACKGROUND
As a starting point for developing concrete suggestions for optimizing specialty training in German ENT departments, the present study analysed the current status of residency training in order to identify weaknesses.
METHODS METHODS
Residents at German ENT departments were invited to participate in an online survey. The questionnaire comprised 78 individual questions.
RESULTS RESULTS
The questionnaire was answered by 223 ENT residents. Educational deficits such as a lack of regular feedback from supervisors, only moderately rated mediation of specialist competencies, capriciousness of the trainers in charge regarding the organisation of training, and time and personnel shortages were identified. Some of the mandatory recommendations of the specialty training regulations, including determination of concrete training goals during regular meetings or the use of a logbook, have only been implemented in limited cases. Demands for development of more external training opportunities (job shadowing/rotation) and an external objective review of the residency training (e.g., by a representative of the German Society of Otorhinolaryngology, Head and Neck Surgery, DGHNOKHC) in the sense of quality assurance are discussed.
CONCLUSION CONCLUSIONS
Implementation of structured and standardized ENT residency training in Germany, for which DGHNOKHC reviewal is also possible, can generate a basis for more effective compulsory residency training.
ZUSAMMENFASSUNG UNASSIGNED
HINTERGRUND: Als Ansatzpunkt zur Entwicklung konkreter Optimierungsvorschläge für das HNO-ärztliche Weiterbildungssystem wurde zunächst die Ausbildungssituation an deutschen HNO-Kliniken analysiert, um existierende Schwachstellen der Weiterbildung identifizieren zu können.
METHODIK METHODS
HNO-Weiterbildungsassistenten an deutschen HNO-Kliniken wurden eingeladen, an einer Online-Befragung teilzunehmen. Der Fragebogen bestand dabei aus 78 Einzelfragen.
ERGEBNISSE UNASSIGNED
An der Umfrage nahmen 223 Weiterbildungsassistenten der HNO-Heilkunde teil. Defizite der Ausbildung wie ein fehlendes regelmäßiges Feedback zwischen Weiterbildungsberechtigten und Weiterbildungsassistenten/-innen, eine nur mittelmäßig bewertete Vermittlung von Fachkompetenz sowie eine in den Freitextkommentaren genannte „Willkür“ der Weiterbildungsbeauftragten hinsichtlich der Gestaltung des Weiterbildungsverlaufs sowie Zeit- und Personalmangel treten in den Fokus unserer Auswertung. Einige der verbindlich aufgeführten Empfehlungen der Weiterbildungsordnung wie die Festlegung von konkreten Weiterbildungszielen im Rahmen eines regelmäßigen Gesprächs oder der Einsatz eines Log-Buchs werden bislang nur vereinzelt umgesetzt. Forderungen zum Ausbau von externen Fortbildungsmöglichkeiten (Hospitation/Rotation) und einer externen objektiven Überprüfung der klinikinternen Durchführung der Weiterbildung im Sinne einer Qualitätssicherung beispielsweise durch Fachvertreter der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie (DGHNOKHC) werden diskutiert.
SCHLUSSFOLGERUNG UNASSIGNED
Die Umsetzung einer strukturierten und standardisierten Weiterbildung in Deutschland, welche im Sinne einer freiwilligen Eigeninitiative auch durch die DGHNOKHC in ihrer Umsetzung überprüft wird, kann eine Basis für eine effektivere verbindliche Weiterbildung schaffen.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
HINTERGRUND: Als Ansatzpunkt zur Entwicklung konkreter Optimierungsvorschläge für das HNO-ärztliche Weiterbildungssystem wurde zunächst die Ausbildungssituation an deutschen HNO-Kliniken analysiert, um existierende Schwachstellen der Weiterbildung identifizieren zu können.

Identifiants

pubmed: 32130454
doi: 10.1007/s00106-020-00838-9
pii: 10.1007/s00106-020-00838-9
pmc: PMC8233243
doi:

Types de publication

Journal Article

Langues

ger

Sous-ensembles de citation

IM

Pagination

534-543

Commentaires et corrections

Type : ErratumIn

Références

HNO. 2008 Sep;56(9):955-60
pubmed: 18719866
HNO. 2012 Feb;60(2):102-8
pubmed: 22331084
Eur Arch Otorhinolaryngol. 2014 Sep;271(9):2565-73
pubmed: 24777563
Eur Arch Otorhinolaryngol. 2017 Nov;274(11):4017-4029
pubmed: 28894913

Auteurs

J Linke (J)

Klinik für Hals‑, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Fetscher Str. 74, 01307, Dresden, Deutschland. jana.linke@uniklinikum-dresden.de.

T Eichhorn (T)

Emeritus HNO-Klinik Carl-Thiem-Klinikum, Cottbus, Deutschland.

M Kemper (M)

Klinik für Hals‑, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Fetscher Str. 74, 01307, Dresden, Deutschland.

T Zahnert (T)

Klinik für Hals‑, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Fetscher Str. 74, 01307, Dresden, Deutschland.

M Neudert (M)

Klinik für Hals‑, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Fetscher Str. 74, 01307, Dresden, Deutschland.

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