[The Importance of Anatomy in the Training of the Vascular Surgeon].
Der Stellenwert der Anatomie in der Weiterbildung des Gefäßchirurgen.
Journal
Zentralblatt fur Chirurgie
ISSN: 1438-9592
Titre abrégé: Zentralbl Chir
Pays: Germany
ID NLM: 0413645
Informations de publication
Date de publication:
Oct 2021
Oct 2021
Historique:
entrez:
19
10
2021
pubmed:
20
10
2021
medline:
25
2
2023
Statut:
ppublish
Résumé
Vascular surgery has developed very dynamically in recent years, especially with the introduction of endovascular techniques. However, this has also changed surgeons' requirements. Classical surgical procedures have been almost completely displaced by endovascular techniques; new hybrid interventions have emerged while complex operations are concentrated in few centres. Therefore, developing expertise in open aortic surgery is increasingly challenging in vascular surgical training programs.Cadaver models provide an opportunity for exposure and repetitive training of individual surgical steps without endangering patients.As part of the training of highly complex vascular surgery operations, we carried out and evaluated the thoracoabdominal aortic replacement with 13 participants in 6 ethanol-preserved corpses.A simulation of surgical procedures on human cadaveric models cannot fully replace real experiences, but allows surgeons in training to practice and achieve dexterity in performing procedures in a safe and reproducible way. Die Gefäßchirurgie hat sich insbesondere mit dem Einzug endovaskulärer Techniken in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt. Dadurch hat sich jedoch auch das fachliche Anforderungsprofil verändert. Klassische operative Eingriffe wurden durch endovaskuläre Verfahren zunehmend verdrängt, neue Hybrideingriffe sind entstanden und komplexe Eingriffe konzentrieren sich häufig auf wenige Zentren.Dies bringt Probleme in der Ausbildung insbesondere in offenen Operationen angehender Gefäßchirurgen mit sich, sodass operative Zugangs- und Rekonstruktionsspektren der Gefäßchirurgie nur wenigen Ärzten in Weiterbildung am Patienten in Gänze vermittelt werden können.Kadaverstudien ermöglichen die Simulation von Zugangswegen, anatomischen Lagebeziehungen und einzelner OP-Schritte ohne Patientengefährdung.Im Rahmen des Trainings hochkomplexer gefäßchirurgischer Operationen haben wir am Beispiel des thorakoabdominellen Aortenersatzes mit 13 Teilnehmern an 6 ethanolfixierten Körperspenden verschiedene Möglichkeiten der operativen Versorgung so realitätsnah wie möglich durchgeführt und bewertet.Aber auch aufgrund der klinischen Bedeutung und Komplexität interventioneller- und hybrider Operationen ist die Notwendigkeit fundierter anatomischer Kenntnisse gegeben. Sowohl Katheter- und Punktionstechniken als auch notfallmäßige Zugangswege bei chirurgischer Konversion können geübt werden. Eine Simulation an der Körperspende kann die realen Erfahrungen nicht ersetzen. Aber durch eine möglichst realitätsnahe OP-Simulation verbessern sich nicht nur das Gefühl der Sicherheit und das flüssige Arbeiten, sondern auch die Zufriedenheit der Ausbildungsassistenten. Darüber hinaus können operationstechnische Kurse in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Anatomie früh im Studium eingesetzt auch der Akquise von dringend benötigtem chirurgischem Nachwuchs dienen.
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Type: Publisher
(ger)
Die Gefäßchirurgie hat sich insbesondere mit dem Einzug endovaskulärer Techniken in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt. Dadurch hat sich jedoch auch das fachliche Anforderungsprofil verändert. Klassische operative Eingriffe wurden durch endovaskuläre Verfahren zunehmend verdrängt, neue Hybrideingriffe sind entstanden und komplexe Eingriffe konzentrieren sich häufig auf wenige Zentren.Dies bringt Probleme in der Ausbildung insbesondere in offenen Operationen angehender Gefäßchirurgen mit sich, sodass operative Zugangs- und Rekonstruktionsspektren der Gefäßchirurgie nur wenigen Ärzten in Weiterbildung am Patienten in Gänze vermittelt werden können.Kadaverstudien ermöglichen die Simulation von Zugangswegen, anatomischen Lagebeziehungen und einzelner OP-Schritte ohne Patientengefährdung.Im Rahmen des Trainings hochkomplexer gefäßchirurgischer Operationen haben wir am Beispiel des thorakoabdominellen Aortenersatzes mit 13 Teilnehmern an 6 ethanolfixierten Körperspenden verschiedene Möglichkeiten der operativen Versorgung so realitätsnah wie möglich durchgeführt und bewertet.Aber auch aufgrund der klinischen Bedeutung und Komplexität interventioneller- und hybrider Operationen ist die Notwendigkeit fundierter anatomischer Kenntnisse gegeben. Sowohl Katheter- und Punktionstechniken als auch notfallmäßige Zugangswege bei chirurgischer Konversion können geübt werden. Eine Simulation an der Körperspende kann die realen Erfahrungen nicht ersetzen. Aber durch eine möglichst realitätsnahe OP-Simulation verbessern sich nicht nur das Gefühl der Sicherheit und das flüssige Arbeiten, sondern auch die Zufriedenheit der Ausbildungsassistenten. Darüber hinaus können operationstechnische Kurse in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Anatomie früh im Studium eingesetzt auch der Akquise von dringend benötigtem chirurgischem Nachwuchs dienen.
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Journal Article
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