[Impact of the COVID-19 pandemic on urology residency training programs in Germany].

Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die urologische Weiterbildung in Deutschland.

Journal

Aktuelle Urologie
ISSN: 1438-8820
Titre abrégé: Aktuelle Urol
Pays: Germany
ID NLM: 0421406

Informations de publication

Date de publication:
08 2022
Historique:
pubmed: 18 5 2022
medline: 13 8 2022
entrez: 17 5 2022
Statut: ppublish

Résumé

Several international medical societies reported a negative impact on urology residency training programs due to the COVID-19 pandemic. The aim of this study was to investigate the impact of the pandemic on urological residency in Germany. From the 20 A total of 50 residents took part in the survey; 54% were women. The median age was 31 years. Most of the participants were in their 2nd (22%) and 5th (26%) year of training and worked in a university hospital (44%) or in a clinic of maximum care (30%). 38% of the respondents stated that they only served urological emergencies during the COVID-19 pandemic. For 28% this meant a very large delay (80-100%) in the specialisation, while 28% stated only a minor impact. 66% documented training impairments caused by fewer operations, low patient numbers in the outpatient department (50%), congress (50%) and workshop (44%) cancellations. 46% of residents reported direct contact with COVID-19 patients while 10% were deployed on interdisciplinary IMC units. Numerous physical distancing and hygiene measures have been implemented by the clinics. On average, around 50% of the urology residents indicated significant restrictions in training due to the COVID-19 pandemic in Germany. The delay in training cannot currently be measured in units of time, but it can be assumed that training for residents during the pandemic is likely to be of a lower quality compared to previous generations. Publikationen verschiedenster medizinischer Fachgesellschaften und Länder weisen auf einen negativen Einfluss der COVID-19 Pandemie auf die Weiterbildung von Ärzten hin. Ziel dieser Arbeit war es, die Weiterbildungssituation urologischer Assistenzärzte in Deutschland während der 1. Welle der Pandemie zu erfassen. Vom 20.05.2020 bis 20.06.2020 wurde eine deutschlandweite Onlineumfrage zur Weiterbildungssituation über die Mitglieder der Arbeitsgruppe Versorgungsforschung & Soziale Medien des Forschungsnetzwerkes GeSRU Academics, über soziale Netzwerke (Facebook, Twitter, Instagram) und den monatlichen Newsletter der German Society of Residents in Urology (GeSRU e.V.) an die Zielgruppe der urologischen Assistenzärzte verteilt. Die Umfrage erfasste 3 Teilbereiche: 1) Grundcharakteristika der Teilnehmer, 2) genereller und 3) subjektiver Einfluss der COVID-19 Pandemie auf Klinik und Weiterbildung. Insgesamt nahmen 50 Assistenzärzte an der Umfrage teil, davon waren 54% Frauen. Das Durchschnittsalter betrug 30,9 Jahre. Die meisten Teilnehmer befanden sich im 2. (22%) sowie im 5. (26%) Ausbildungsjahr und arbeiteten in einer Universitätsklinik (44%) oder in einem Haus der Maximalversorgung (30%) in Baden-Württemberg (18%), Hamburg (16%) oder Bayern (14%). 38% der Befragten gaben an, aufgrund der COVID-19 Pandemie nur noch im Notfallbetrieb zu arbeiten. Für 28% bedeutete dies eine sehr starke Verzögerung (80-100%) der Facharztausbildung, während weitere 28% nur eine geringe Einschränkung angaben. 66% dokumentierten Beeinträchtigungen der Ausbildung aufgrund eines reduzierten OP-Einsatzes, weniger Einsätzen in der Ambulanz (50%) sowie der Absage von Kongressen (50%) und Weiterbildungen (44%). 46% der Befragten gaben direkten Kontakt zu COVID-19 Patienten an. 10% wurden fachfremd auf interdisziplinären Überwachungsstationen eingesetzt. Insgesamt wurden zahlreiche Schritte zum „physical distancing“ und Hygienemaßnahmen von den Kliniken umgesetzt, um Infektionsausbreitungen zu vermeiden. Mehr als die Hälfte (56%) der urologischen Assistenzärzte gaben deutliche Einschränkungen in der Weiterbildung durch die COVID-19 Pandemie an. Die Verzögerung der Ausbildung lässt sich aktuell noch nicht in Zeiteinheiten messen, es ist jedoch anzunehmen, dass die Weiterbildung für Ärzte während der Pandemie eine geringere Qualität im Vergleich zu vorausgehenden Generationen haben dürfte.

Sections du résumé

BACKGROUND
Several international medical societies reported a negative impact on urology residency training programs due to the COVID-19 pandemic.
OBJECTIVES
The aim of this study was to investigate the impact of the pandemic on urological residency in Germany.
MATERIALS AND METHODS
From the 20
RESULTS
A total of 50 residents took part in the survey; 54% were women. The median age was 31 years. Most of the participants were in their 2nd (22%) and 5th (26%) year of training and worked in a university hospital (44%) or in a clinic of maximum care (30%). 38% of the respondents stated that they only served urological emergencies during the COVID-19 pandemic. For 28% this meant a very large delay (80-100%) in the specialisation, while 28% stated only a minor impact. 66% documented training impairments caused by fewer operations, low patient numbers in the outpatient department (50%), congress (50%) and workshop (44%) cancellations. 46% of residents reported direct contact with COVID-19 patients while 10% were deployed on interdisciplinary IMC units. Numerous physical distancing and hygiene measures have been implemented by the clinics.
CONCLUSION
On average, around 50% of the urology residents indicated significant restrictions in training due to the COVID-19 pandemic in Germany. The delay in training cannot currently be measured in units of time, but it can be assumed that training for residents during the pandemic is likely to be of a lower quality compared to previous generations.
HINTERGRUND
Publikationen verschiedenster medizinischer Fachgesellschaften und Länder weisen auf einen negativen Einfluss der COVID-19 Pandemie auf die Weiterbildung von Ärzten hin.
FRAGESTELLUNG
Ziel dieser Arbeit war es, die Weiterbildungssituation urologischer Assistenzärzte in Deutschland während der 1. Welle der Pandemie zu erfassen.
MATERIAL UND METHODEN
Vom 20.05.2020 bis 20.06.2020 wurde eine deutschlandweite Onlineumfrage zur Weiterbildungssituation über die Mitglieder der Arbeitsgruppe Versorgungsforschung & Soziale Medien des Forschungsnetzwerkes GeSRU Academics, über soziale Netzwerke (Facebook, Twitter, Instagram) und den monatlichen Newsletter der German Society of Residents in Urology (GeSRU e.V.) an die Zielgruppe der urologischen Assistenzärzte verteilt. Die Umfrage erfasste 3 Teilbereiche: 1) Grundcharakteristika der Teilnehmer, 2) genereller und 3) subjektiver Einfluss der COVID-19 Pandemie auf Klinik und Weiterbildung.
ERGEBNISSE
Insgesamt nahmen 50 Assistenzärzte an der Umfrage teil, davon waren 54% Frauen. Das Durchschnittsalter betrug 30,9 Jahre. Die meisten Teilnehmer befanden sich im 2. (22%) sowie im 5. (26%) Ausbildungsjahr und arbeiteten in einer Universitätsklinik (44%) oder in einem Haus der Maximalversorgung (30%) in Baden-Württemberg (18%), Hamburg (16%) oder Bayern (14%). 38% der Befragten gaben an, aufgrund der COVID-19 Pandemie nur noch im Notfallbetrieb zu arbeiten. Für 28% bedeutete dies eine sehr starke Verzögerung (80-100%) der Facharztausbildung, während weitere 28% nur eine geringe Einschränkung angaben. 66% dokumentierten Beeinträchtigungen der Ausbildung aufgrund eines reduzierten OP-Einsatzes, weniger Einsätzen in der Ambulanz (50%) sowie der Absage von Kongressen (50%) und Weiterbildungen (44%). 46% der Befragten gaben direkten Kontakt zu COVID-19 Patienten an. 10% wurden fachfremd auf interdisziplinären Überwachungsstationen eingesetzt. Insgesamt wurden zahlreiche Schritte zum „physical distancing“ und Hygienemaßnahmen von den Kliniken umgesetzt, um Infektionsausbreitungen zu vermeiden.
DISKUSSION
Mehr als die Hälfte (56%) der urologischen Assistenzärzte gaben deutliche Einschränkungen in der Weiterbildung durch die COVID-19 Pandemie an. Die Verzögerung der Ausbildung lässt sich aktuell noch nicht in Zeiteinheiten messen, es ist jedoch anzunehmen, dass die Weiterbildung für Ärzte während der Pandemie eine geringere Qualität im Vergleich zu vorausgehenden Generationen haben dürfte.

Autres résumés

Type: Publisher (ger)
Publikationen verschiedenster medizinischer Fachgesellschaften und Länder weisen auf einen negativen Einfluss der COVID-19 Pandemie auf die Weiterbildung von Ärzten hin.

Identifiants

pubmed: 35580617
doi: 10.1055/a-1824-4288
doi:

Types de publication

Journal Article

Langues

ger

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IM

Pagination

317-324

Informations de copyright

Thieme. All rights reserved.

Déclaration de conflit d'intérêts

Die Autorinnen/Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Auteurs

Cem Aksoy (C)

Klinik und Poliklinik für Urologie, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, TU Dresden, Dresden, Deutschland.

Philipp Reimold (P)

Urologische Universitätsklinik, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg, Germany.

Hendrik Borgmann (H)

Klinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz, Germany.

Mara Kölker (M)

Klinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg, Germany.

Angelika Cebulla (A)

Klinik für Urologie und Kinderurologie, Universitätsklinikum Ulm, Ulm, Germany.

Julian Peter Struck (JP)

Klinik für Urologie, Universitatsklinikum Schleswig Holstein - Campus Lübeck, Lübeck, Germany.

Viktor Zehe (V)

Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Ulm, Ulm, Germany.

Tim Nestler (T)

Klinik für Urologie, Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, Koblenz, Germany.

Nicolas von Landenberg (N)

Klinik für Urologie, Universitätsklinik Marien Hospital Herne, Herne, Germany.

Annemarie Uhlig (A)

Klinik für Urologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, Germany.

Katharina Boehm (K)

Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz, Germany.

Marianne Leitsmann (M)

Klinik für Urologie, Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen, Germany.

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